Archiv GAD-Agenda

Donnerstag,

***ABGESAGT!*** Sinn(m)und Freud (Vortrag von J. Hofmann)

*ABGESAGT!*

*Der Vortrag muss verschoben werden - das Verschiebedatum wird noch bekanntgegeben!*

Ein Kalauer – gewiss. Doch einer mit Programm. Sinn(m)und Freud spielt mit einer Verdichtung, wie sie auch die Traumarbeit hervorbringt: Mehreres wird in einem Ausdruck zusammengezogen...

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Donnerstag,

Sinn und Bedeutung: von der Semantik über Verhaltensforschung und Evolutionstheorie zur Moralpsychologie (Vortrag von Prof. em. Dr. H.-J. Glock)

Gottlob Frege, der Begründer der modernen Logik und ein Vater der analytischen Philosophie, hat eine äusserst einflussreiche Unterscheidung getroffen zwischen dem Sinn und der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke. Bei dieser Unterscheidung setze ich an und verfolge einige ihrer weniger offensichtlichen Implikationen für andere Sachgebiete und Disziplinen...

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Samstag,

Das unersättliche Selbst. Zur Phänomenologie des Narzissmus (Tagesseminar mit Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Heidelberg)

"Das unersättliche Selbst. Zur Phänomenologie des Narzissmus"

Prof. Thomas Fuchs zählt zu den weltweit führenden Vertretern der Phänomenologie und ist einer der bedeutendsten Denker im europäischen Raum. Sein aktuelles Buch «Das unersättliche Selbst. Zur Phänomenologie des Narzissmus» ist kürzlich im Suhrkamp Verlag erschienen...

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Donnerstag,

Der verborgene Sinn somatoformer Symptome (Vortrag von Dr. med. T. Cotar)

Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts galt die Hysterie als eine neurologische Erkrankung. Erst mit Freuds bahnbrechender Entdeckung, „dass die Symptome gewisser Nervöser einen Sinn haben“ (GW XI, S. 79), gelang es erstmals, die hysterischen Körper-Symptome mit Hilfe der sog. Konversion als unbewusste psychische Konflikte zu verstehen, statt sie als körperliche Krankheit zu erklären...

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Donnerstag,

Psychologie des Lebenssinns: zur Empirie und Phänomenologie von Sinnerfahrungen (Vortrag von Prof. Dr. Tatjana Schnell)

Sinn wird attribuiert, wo ein Bedeutungsüberschuss wahrgenommen wird. Das Hierarchische Sinnmodell verdeutlicht dies, ausgehend von basalen Wahrnehmungen über Handlungen, Ziele und Sinnquellen bis zur abstrakten Bewertung des eigenen Lebens als mehr oder weniger sinnvoll...

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Donnerstag,

*ABGESAGT* Sinn und Bedeutung: von der Semantik über Verhaltensforschung und Evolutionstheorie zur Moralpsychologie (Vortrag von Prof. em. Dr. Hans-Johann Glock)

***Der Forumsabend mit Prof. Dr. Hans-Johann Glock muss leider abgesagt und auf den Frühling 2026 verschoben werden. Wir publizieren das Ersatzdatum umgehend, sobald dieses feststeht. ***
Gottlob Frege, der Begründer der modernen Logik und ein Vater der analytischen Philosophie, hat eine äusserst einflussreiche Unterscheidung getroffen zwischen dem Sinn und der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke. Bei dieser Unterscheidung setze ich an und verfolge einige ihrer weniger offensichtlichen Implikationen für andere Sachgebiete und Disziplinen...

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Donnerstag,

Die Zweideutigkeit des Sinnbegriffs und die Fragen nach einem möglichen Jenseits von jeglichem Sinn (Vortrag von Dr. phil. Alice Holzhey)

Sinn ist schon deshalb nicht gleich Sinn, weil es zwischen einem hermeneutischen und einem normativen Sinnbegriff zu unterscheiden gilt. Dieser Unterschied wird nur in den je zugehörigen Adjektiven sinnhaft und sinnvoll manifest. Ein Satz, dessen Sinn wir verstehend erfassen können, ist sinnhaft; ob wir den Sinn der im Satz zum Ausdruck gebrachten Aussage auch bejahen und also die vertretene Auffassung für sinnvoll halten, ist damit noch unentschieden...

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Donnerstag,

Freiheit und Gesetz aus einer psychoanalytischen Sicht (Vortrag von Dr. med. Christian Kläui, Basel)

Die Wirkungen des Unbewussten entstehen aus der je besonderen Art, wie jeder Mensch mit den Gesetzen des Inzestverbots und der Sprachlichkeit in Berührung kommt...

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Donnerstag,

Wie frei sind wir in unserer Aufmerksamkeit? (Vortrag von Ass.-Prof. Dr. Susanne Schmetkamp, Fribourg)

So wie wir laut der berühmten These Paul Watzlawicks nicht nicht kommunizieren können, so können wir im Grunde auch nicht nicht aufmerksam sein: Auf irgendetwas richten wir unsere Aufmerksamkeit immer, sie ist ein notwendiger Teil unseres wachen Bewusstseins...

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Donnerstag,

Immer vor der Wahl stehen - ist das die Freiheit? (Vortrag von M.Sc. Tatiana Rieber, Bern)

Ich bin Weissrussin, habe 17 Jahre in der Ukraine gelebt, als Psychotherapeutin gearbeitet und ein Buch geschrieben, in dem ich Antworten auf anonyme Fragen von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine, Weissrussland und Russland gesammelt habe...

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Donnerstag,

Freiheit, die ich meine - Frei-Sein und Frei-Werden in der digitalen Gesellschaft

Vortrag von Dr. Anita Sophia Horn, Philosophin, St. Gallen

Die Spielräume der Freiheit in der digitalen Gesellschaft sind unermesslich. Die Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen uns die Erfüllung jedwelcher Bedürfnisse auf Knopfdruck, die Pflege weltweiter Kontakte und die Überwindung von unflexiblen Arbeitsmodellen. Zugleich wird uns nach der grossen Euphorie und Erwartung an die Künstliche Intelligenz erst schleichend bewusst, wie weitreichend in etwa die algorithmischen Ungerechtigkeiten diese Spielräume – insbesondere unsere mentale Autonomie – in mancherlei Hinsicht beschränken...

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Donnerstag,

Was meint, genau genommen, die These vom "zwanglosen Zwang des besseren Arguments"?

Vortrag von Prof. Dr. Georg Kohler, Philosoph, Zürich

Der Vortrag gliedert sich in vier Abschnitte:

1. Habermas’ Vernunftglaube: die These vom «zwanglosen Zwang» des besseren Arguments im Rahmen der Diskurstheorie.

2. Die Erfahrung der politischen Philosophie: ohne Dezision (= Abbruch der Diskussion) geht es nicht. Aber ohne Diskussion auch nicht.

3. Das doppelte Wahrheitsinteresse im menschlichen Dasein: Das Interesse an der Wahrheit der eigenen Setzung vs. das Interesse an der Wahrheit an sich. Oder: Bedingtes vs. unbedingtes Wahrheitsinteresse.

4. Vernünftiger Vernunftglaube oder der Unterschied zwischen Vernunft und Rationalität. Habermas’ Formel als Ausdruck philosophischer Aufklärungshoffnung.

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Donnerstag,

Konträre Freiheitsversprechen und der freie Raum dazwischen

Vortrag von lic. phil. Franz Derendinger, Germanist und Philosoph, Olten

In seinem Buch "Die Gesellschaft der Singularitäten" von 2019 zieht Andreas Reckwitz eine Achse, über die sich der kulturelle Paradigmenwechsel der letzten 50 Jahre auf den Punkt bringen lässt. Reckwitz zufolge hat eine "Logik des Singulären" eine "Logik des Allgemeinen" in der Herrschaft über die westlichen Gesellschaften abgelöst. Diese beiden "sozialen Logiken" bilden ein idealtypisches Raster, das den Blick auf die wesentlichen Aspekte des Wandels zu fokussieren erlaubt.

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Donnerstag,

Wem nützt es, dass den psychisch Kranken von Gesetzes wegen eine grösstmögliche Autonomie zugestanden wird, und wer bezahlt den Preis dafür?

Ein Gespräch zwischen Alice Holzhey und dem Psychiater und Philosophen Paul Hoff

Das Thema unseres Gesprächs mag vielen als ein heisses Eisen vorkommen angesichts der öffentlichen Meinung, soweit sie in den Medien vertreten wird. Denn wer sich heute als aufgeklärt und fortschrittlich versteht, klagt die frühere Entmündigung seelisch kranker Menschen (zu Recht) an und tritt darum für deren grösstmögliche Freiheit in der eigenen Lebensgestaltung ein. Entsprechend selbstverständlich reagieren heute auch die öffentlichen Medien mit Empörung, wo immer ihnen ein von Patienten eingeklagter Machtmissbrauch innerhalb der Psychiatrie bekannt wird...

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Donnerstag,

Ordentliche Vereinsversammlung GAD

Am Donnerstag den 6. Juni 2024 findet um 19.00 Uhr, also vor der Forums-Veranstaltung mit Prof. em. Dr. Dr. Paul Hoff, welche um 20.00 Uhr beginnt, ebenfalls in der Weggenstube die alle zwei Jahre durchgeführte ordentliche Vereinsversammlung der Gesellschaft für hermeneutische Anthropologie und Daseinsanalyse GAD statt. Anschliessend Apéro bis 22:00 Uhr, zu dem auch die Forums-Teilnehmer eingeladen sind!

Die Mitglieder der GAD erhalten für die Vereinsversammlung noch eine gesonderte Einladung.

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Donnerstag,

(Mit) Freiheit versorgen - eine klinische Praxis?

Vortrag von MSc Laura Wolf

Bei so mancher psychischen Krankheitsentwicklung scheint es einem paradox vorzukommen, dass Einschränkungen in Leistungs- und Genussfähigkeit mit mehr Freiheitsgraden einhergehen. Befreit von eben jenem Zustand, von dem es sich gerade auszunehmen gilt, birgt der Ausnahmezustand, ob als krankhafte Entwicklung in den Wahnsinn oder als eigentlich gesund zu betrachtende Reaktion auf die schier wahnsinnig machenden, umgebenden Verhältnisse, durchaus ein Freiheitsversprechen...

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Donnerstag,

Die Grundregel der Psychoanalyse im Fokus der Freiheitsfrage

Vortrag von Dr. phil. Peter Widmer, Psychoanalytiker

Die Frage nach der Freiheit führt zu unterschiedlichen Antworten, teilweise bedingt durch die vielen Perspektiven, unter denen sie angegangen werden kann – kulturelle, psychologische, philosophische, die mit empirischen oder rein denkerischen Mitteln, mit Statistiken, Gesprächen oder Reflexionen angegangen werden.

Die Grundregel der Psychoanalyse, die den Analysanden auffordert, seine Einfälle ohne Rücksicht auf Konventionen zu artikulieren, stellt ein interessantes Studienobjekt für die Freiheitsfrage dar, denn einerseits wird sie mit dem freien Assoziieren gleichgesetzt, andererseits behauptet ihr Begründer, Sigmund Freud, das seelische Geschehen sei vom Unbewussten, von Triebkonstellationen determiniert, die im Ödipuskomplex ihren Ausdruck finden, psychische Freiheit sei deshalb eine Illusion...

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Donnerstag,

Handlungsmacht und Freiheit im Anschluss an Spinoza

Vortrag von Prof. Dr. Michael Hampe

Anders als Descartes oder Kant, geht Spinoza davon aus, dass die Annahme eines freien Willens ein philosophisches Konstrukt ist, für das es weder eine objektive noch eine subjektive Evidenz gibt. Diese Annahme führt in seinen Augen sogar zu einem falschen menschlichen Selbstverständnis, wonach “wir” wie ein “Staat im Staate” zwar zur Natur gehören, von natürlichen Ressourcen abhängen, aber ihr doch als willensfreie Personen “gegenüberstehen”...

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Samstag,

Existenz im Übergang: Zu einem topologischen Verständnis von Neurose, Depression und Angst

Gemeinsames Seminar von GAD und DaS mit Prof. Dr. Marco Casanova, Rio de Janeiro

Marco Casanova hat vor einigen Jahren in Sao Paolo das «Instituto Dasein» gegründet, wo die von uns vertretene neue Richtung der Daseinsanalyse gelehrt wird und dank dem in Brasilien auf grosses Interesse stösst. Schon darum ist es uns eine Freude, ihn am 13. Januar bei uns in Zürich zu begrüssen und mit ihm live ins Gespräch zu kommen...

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Donnerstag,

Freier Wille? Die Ambivalenz von Freiheit in der medizinischen Entscheidung

Vortrag von Dr. med. Christina Schlatter

Nehmen Sie sich jeweils die Mühe, auf dem Packungsbeilagezettel eines Arzneimittels die Auflistung möglicher und zum Teil drastischer unerwünschter Wirkungen zu lesen? Waren Sie sich vor der Einwilligung in die letzte Darmspiegelung bewusst, dass diese mit potentiell lebensgefährlichen Komplikationen einhergehen kann..?

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Donnerstag,

Worin besteht jene grundlegende Freiheit, die uns Menschen prinzipiell immer bleibt, ob wir wollen oder nicht?

Vortrag von Dr. Alice Holzhey-Kunz

Heute haben erstaunlich viele Menschen nicht nur ihre ganz eigenen Vorstellungen von individueller Freiheit, sondern sie verstehen es auch als ihr legitimes Recht, ihr persönliches Leben nach ihren eigenen Freiheitsvorstellungen auszurichten. Ein eindrückliches Beispiel dafür lieferte vor kurzer Zeit die verbreitete Weigerung, während der Corona-Pandemie die staatlichen Anweisungen zur Einhaltung des Lockdowns sowie zur Impfpflicht zu befolgen, weil ihnen dadurch ihr unantastbares Recht auf freie Bewegung sowie auf Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper geraubt werde...

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Donnerstag,

Apokalypse und Utopie als Krisenbewältigungsangebote?

Vortrag von Dr. Baldassare Scolari

In diesem Referat geht es darum, die politische Ambivalenz von apokalyptischen und utopischen Erzählungen der Klimakrise zu untersuchen: Ist es wahr, wie oft in der Politik, im Journalismus, in philosophischen und wissenschaftlichen Abhandlungen behauptet wird, dass diese zu einer wirklichkeitsfremden, de-politisierten und/oder passiven Haltung gegenüber der Klimakrise verleiten? Oder haben solche Erzählungen auch das Potential, den status quo radikal zu hinterfragen und anderen Formen des Denkens und Handelns den Weg zu bahnen?

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Donnerstag,

Erschöpfung - oder die Grenzen der Hermeneutik im Zeitalter ökologischer Krisen

Vortrag von Dr. Claudia Keller, Deutsches Seminar der Universität Zürich 

Der Vortrag beleuchtet diese verschiedenen Aspekte der Erschöpfung, jedoch mit einem besonderen Fokus auch auf die nicht-menschliche Erschöpfung (des Planeten, der Biodiversität), und diskutiert dabei kritisch den Stellenwert, den die hermeneutische Philosophie noch haben kann – in einem Zeitalter, in dem es nicht um Wiedererkennen, sondern um Verabschieden geht und in dem man immer schon genug verstanden, aber zu wenig gehandelt hat.

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Samstag,

Symposium "Wahrheit und Wahrhaftigkeit"

Symposium zum 80. Geburtstag von Dr. Alice Holzhey-Kunz. Mit Vorträgen von Prof. Dr. Emil Angehrn und Prof. Dr. Joachim Küchenhoff sowie anschliessender Podiumsdiskussion. Apéro riche ab ca. 19:30 Uhr. 

 

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Donnerstag,

Die Sorge um- und voreinander beim Sprechen über Erfahrungen psychischer Erkrankung

Vortrag von Dr. Anke Maatz, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK)

Das Sprechen über eigene Erfahrungen psychischer Erkrankung ist von vielen Sorgen begleitet, etwa der Sorge vor Kategorisierung, vor Reduktion auf die Erkrankung und vor Nicht-Verstandenwerden. Diesen und weiteren Sorgen möchte ich ausgehend von dem interdisziplinären und partizipativen Forschungsprojekt «Drüber reden! Aber wie?» (www.drueberreden.ch) auf mehreren Ebenen nachgehen...

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Donnerstag,

Heidegger: Ein philosophischer Sorgenfall?

Vortrag von Dr. Adam Knowles, Philosophisches Seminar der Universität Zürich

Inwieweit muss man sich Sorgen um die Texte und das Denken Martin Heideggers machen? Einige Fakten im Fall Heideggers dürften spätestens seit jüngster Zeit klar sein: Heidegger war überzeugter Nationalsozialist, war Antisemit von einem ausgeprägten völkischen Schlag, und—was oft übersehen wird—hat als Rektor der Universität Freiburg die Universität in den Zeiten der Gleichschaltung brutal „arisiert.“ Die philosophische Bedeutung dieser Fakten bleibt dennoch umstritten...

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Donnerstag,

Sorge in der Pädagogik - zwischen Geborgenheit und Entfremdung

Vortrag von lic. iur. Schmuel Stokvis, Schulleiter der Stiftung Schloss Regensberg

In der Pädagogik drückt sich die Sorge wie die Fürsorge unserer Gesellschaft für den jungen Menschen wohl am deutlichsten an der Peripherie von schulischen Settings aus: im Sonderschulheim, im Jugendstrafvollzug, in der Psychiatrie. Über den Erfahrungshintergrund aus allen drei Bereichen wirft der Vortrag einen multiperspektivischen Blick auf das Phänomen der Sorge und reflektiert dabei u.a. die Rolle der Technik in Form der Digitalisierung kritisch.

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Donnerstag,

Sorge in Zeiten der Pandemie

Vortrag von Prof. Dr. Brigitte Boothe, Zürich 

„Zum zweiten Mal in Folge bezeichnen die Schweizerinnen und Schweizer die Corona-Pandemie als ihre Hauptsorge, doch praktisch im gleichen Atemzug nennen sie nun den Klimawandel und die Altersvorsorge.“ So zeigt es das „Sorgenbarometer“ der Crédit Suisse am 25.11.2021 an. Es geht um die seit zwei Jahren sich wellenförmig ausbreitende coronabedingte Bedrohung der Weltgesundheit, doch auch, neben Fragen der Alterssicherung, um die zunehmende Bedrohung durch die Klimakrise. Die täglichen Nachrichten aus Politik und Wissenschaft, mit kontinuierlich neuen Lageberichten sowie eingeleiteten, angekündigten und verordneten Massnahmen fordern - und strapazieren - das Vertrauen der Bevölkerung, intensivieren Unsicherheit und lassen Besorgnis wachsen...

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Donnerstag,

Ordentliche Vereinsversammlung GAD

Am Donnerstag den 9. Juni 2022 findet um 19.00 Uhr, also vor der Forums-Veranstaltung mit Frau Prof. Brigitte Boothe, welche um 20.00 Uhr beginnt, ebenfalls in der Weggenstube die alle zwei Jahre durchgeführte ordentliche Vereinsversammlung der Gesellschaft für hermeneutische Anthropologie und Daseinsanalyse GAD statt. Anschliessend Apéro bis 20.00 Uhr, zu dem auch die Forums-Teilnehmer eingeladen sind!

Die Mitglieder der GAD erhalten für die Vereinsversammlung noch eine gesonderte Einladung.

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Donnerstag,

Epilepsie als Grenzsituation

Vortrag von Dr. phil. Prisca Bauer, Ärztin, Universitätsklinikum Freiburg

Karl Jaspers definierte Grenzsituationen als Ereignisse, die die Grundbedingungen und Widersprüche des Lebens spürbar machen.  „In jeder Grenzsituation wird mir gleichsam der Boden unter den Füßen weggezogen“ (Jaspers 1919). Grenzsituationen können nicht aufgehoben werden, sondern müssen ausgehalten werden. Laut Jaspers ist die Bewältigung von Grenzsituationen abhängig von der inneren Haltung des Subjekts...

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Donnerstag,

Ein sorgsames Gespräch über die akademische Psychologie (Prof. J. Gaab & J. Hofmann)

Gespräch zwischen Prof. Dr. Jens Gaab und MSc Julian Hofmann 

Im vergangenen Wintersemester hat sich Julian Hofmann anlässlich eines Forumsabends mit dem gegenwärtigen Zustand der akademischen Psychologie beschäftigt. Zweifelsohne blieben danach viele Fragen offen. In der kommenden Veranstaltung wollen wir uns diesen und weiteren Fragen in einem Gespräch widmen – und zwar gemeinsam mit Jens Gaab, der als Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Basel mit der akademischen Forschung bestens vertraut ist...

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Donnerstag,

"Das Sein des Daseins als Sorge" (Vortrag von A. Holzhey-Kunz)

Vortrag von Dr. phil. Alice Holzhey-Kunz

Man mag sich wundern, warum Heidegger das umgangssprachliche Wort «Sorge» auswählt, um damit ab § 41 den Begriff «Existenz» zu ersetzen.

Ich versuche in diesem Vortrag seine Gründe für die Wahl dieses Wortes nachzuzeichnen, die wenig geglückt erscheint, weil sie für den naiven Leser missverständlich ist. Denn wer denkt beim Wort «Sorge» schon daran, dass es zwei Bedeutungen hat, die nicht auf einen Nenner zu bringen sind? Das aber ist beim Wort «Sorge» der Fall und erlaubt es darum Heidegger, die innere Widersprüchlichkeit menschlichen Existierens in einem einzigen Wort einzufangen...

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Donnerstag,

Das emsige Sorgenkind (Vortrag von J. Hofmann)

Ein nicht ganz so objektiver Blick auf die akademische Psychologie

Die heutige akademische Psychologie zeichnet sich durch eine starke Betonung ihrer naturwissenschaftlichen Grundorientierung aus. Verbunden damit ist das Bestreben, ihr Image als spekulative und ungenaue Wissenschaft und damit auch ihre Stellung als ein «Sorgenkind» loszuwerden. Dementsprechend stehen im Zentrum der psychologischen Forschungsmethodik diverse positivistisch gefärbte Begriffe wie Objektivität, Verallgemeinerbarkeit und Falsifizierbarkeit. Der akademischen Psychologie geht es nicht darum, über Fragen des Menschseins nachzudenken – so schreibt es zumindest das Psychologische Institut der Universität Zürich in den Studieninformationen. Können aber solche Fragen, die den «Forschungsgegenstand» der Psychologie mindestens tangieren, tatsächlich ausgeklammert werden...?

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Donnerstag,

"Die Sorge geht über den Fluss" (Vortrag von D. Lier)

Weshalb Cura - die Sorge - in der Geschichte von Gaius Julius Hyginus über den Fluss geht

Die Sorge geht über den Fluss ist der Name eines schmalen Bandes von Hans Blumenberg, in welchem er die Geschichte von Gaius Julius Hyginus über die Sorge (cura) deutet. Die Grundaussage der Geschichte ist einfach: Die Sorge geht über den Fluss, nimmt ein Stück Ton und gestaltet eine Figur – den Menschen. Doch je näher man hinsieht, desto mehr Fragen kommen auf...

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Donnerstag,

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel. (H. Holzhey und D. Schoeller im Gespräch)

Erfahrungen an den Grenzen philosophischen Denkens.

Prof. em. Dr. Helmut Holzhey und PD Dr. Donata Schoeller im Gespräch 

Von Helmut Holzhey ist 2017 ein Buch mit dem oben genannten Titel erschienen, und auf die Vereinsversammlung im Herbst letzten Jahres ist Helmut Holzhey nach genau 40 Jahren (!) Mitgliedschaft aus dem Vorstand der GAD zurückgetreten. Beides zusammen ist Grund genug, uns an diesem Forum für Helmut Holzheys Verständnis von Philosophie sowie für seine eigenen philosophischen Denkerfahrungen zu interessieren...

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Donnerstag,

"Absolutismus der Wirklichkeit"? (Vortrag von Dr. N. Peter)

Versuch einer theologischen Antwort.

Vortrag von Dr. Niklaus Peter

Ein Inhaltsankündigung zu schreiben, bevor der Vortrag Satz für Satz gedacht und geschrieben ist, kann nicht mehr sein, als den Stand eigener Vermutungen und unklarer Vorgriffe auf Papier zu bringen. Dieser Status meiner Unklarheiten ist folgender: ...

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Samstag,

Forums-Tagung GAD

Was vermag die Sprache gegen den Absolutismus der Wirklichkeit? 

Mit Prof. Dr. med. Joachim Küchenhoff (Basel), Dr. phil. Alice Holzhey-Kunz (Zürich) und PD Dr. phil. Donata Schoeller (Zürich und Koblenz) 

«Seine [des Menschen] erste Anstrengung zielt darauf, die Übermacht des Wirklichen zu brechen und ihm seine Fremdheit zu nehmen, durch Benennung und Beschreibung, in forschender Durchdringung und technischer Bewältigung» (Blumenberg, Arbeit am Mythos).

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Donnerstag,

*Vortrag wird als Podcast hochgeladen!* Ich-werde-gewesen-sein. (Vortrag von Dr. med. C. Schlatter)

Vortrag wird als Podcast und Text hochgeladen!

Konfrontation mit dem Absolutismus der Wirklichkeit bei Sterbenskranken. 

Vortrag von Dr. med. Christina Schlatter 

Zum Wesen des Menschen gehört das Wissen um den eigenen Tod. Im Alltag bedrückt es uns kaum, zu wissen, dass wir irgendeinmal sterben werden. Zu ungewiss ist die Stunde, zu geschäftig die Ablenkung des Lebens. Menschen mit einer unheilbaren Krankheit erleben die Wirklichkeit dieses Wissens um den eigenen Tod in ganz anderer Weise. Zum Wissen, «dass»  kommt das Wissen, «wann»...

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Samstag,

VERSCHOBEN! Der Absolutismus der Wirklichkeit und die Sprache

Wegen der aktuellen COVID-19-Situation verschoben auf den 19. Juni 2021!

Geplant ist ein Tagungs-Seminar als Abschluss des bisherigen Leitthemas "Der Absolutismus der Wirklichkeit".

Thema: Der Absolutismus der Wirklichkeit und die Sprache
Was vermag die Sprache diesbezüglich zu leisten? Ist es eine wesentliche Funktion der Sprache, vor der Erfahrung des Absolutismus der Wirklichkeit zu schützen?

 

Donnerstag,

VERSCHOBEN! Wir sehen jetzt durch einen Spiegel. Erfahrungen an den Grenzen philosophischen Denkens

Wegen der aktuellen COVID-19-Situation verschoben auf den 6. Mai 2021!

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel. Erfahrungen an den Grenzen philosophischen Denkens

Donata Schoeller im Dialog mit Helmut Holzhey

Von Helmut Holzhey ist 2017 ein Buch mit dem oben genannten Titel erschienen, und auf die Vereinsversammlung im Herbst dieses Jahres ist Helmut Holzhey nach genau 40 Jahren (!) Mitgliedschaft aus dem Vorstand der GAD zurückgetreten. Beides zusammen ist Grund genug, uns an diesem Forum für Helmut Holzheys Verständnis von Philosophie sowie für seine eigenen philosophischen Denkerfahrungen zu interessieren. Schon die Tatsache, dass er sich 40 Jahre lang für das Programm der GAD mitengagiert hat, zeigt, dass er immer überzeugt war, dass sich philosophisches Denken auch für das Denken anderer Disziplinen zu öffnen hat, um selber lebendig zu bleiben.....

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Donnerstag,

VERSCHOBEN! Ich-werde-gewesen-sein. Konfrontation mit dem Absolutismus der Wirklichkeit bei Sterbenskranken.

Wegen der aktuellen COVID-19-Situation verschoben auf den 15. April 2021!

Leitung: Dr. med. Christina Schlatter

Zum Wesen des Menschen gehört das Wissen um den eigenen Tod. Im Alltag bedrückt es uns kaum, zu wissen, dass wir irgendeinmal sterben werden. Zu ungewiss ist die Stunde, zu geschäftig die Ablenkung des Lebens. Menschen mit einer unheilbaren Krankheit erleben die Wirklichkeit dieses Wissens um den eigenen Tod in ganz anderer Weise. Zum Wissen, «dass»  kommt das Wissen, «wann». ...... 

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Donnerstag,

VERSCHOBEN! „Absolutismus der Wirklichkeit“? – Versuch einer theologischen Antwort

Wegen der aktuellen COVID-19-Situation verschoben auf den 3. Juni 2021!

Leitung: Dr. Niklaus Peter, Pfarrer Fraumünster Zürich

„Absolutismus der Wirklichkeit“? – Versuch einer theologischen Antwort

Mit der Prägung „Absolutismus der Wirklichkeit“ hat Hans Blumenberg einen der Kerne seines Theorieprogramms begrifflich gefasst. Er hat diesen in weitreichenden geistesgeschichtlichen Grosserzählungen ausformuliert, und damit all das, was religiöses Wissen und dessen dichterisch-musikalische Gestaltungen umfasst, als Mythos gekennzeichnet, als eine Art von hoffnungsvollem (aber eigentlich hoffnungslosem) illusionären Gegenwissen, an denen man sich abarbeiten müsse. .........

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Donnerstag,

Der Umgang mit dem Ausgesetztsein des Menschen in der Welt: Auf den Spuren des Irrationalen bei den Griechen.

Leitung: Prof. Thomas Fleischhauer

Der Umgang mit dem Ausgesetztsein des Menschen in der Welt: Auf den Spuren des Irrationalen bei den Griechen.

Indem Mythen die für den Menschen schwer erträgliche Wirklichkeit erklären, verhüllen sie diese zugleich. Dagegen versuchen die Kritiker mythischer Weltbilder, die Wirklichkeit durch rationale Analyse zu enthüllen. ......

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Samstag,

Tagesseminar: Die Davoser Begegnung von Ernst Cassierer und Martin Heidegger

Lektüre-Seminar

Leitung: Prof. Dr. phil. Helmut Holzhey

 

Weder Ernst Cassirer (1874-1945) noch Martin Heidegger (1889-1976) zielen in ihrem Werk primär auf eine philosophische Anthropologie ab. Aber beim Davoser Gespräch von 1929 steht im Zentrum, was der Mensch seinem Wesen nach ist. Cassirer bestreitet Heideggers phänomenologische Daseinsanalytik nicht, kann sie aber nur als „Ausgangspunkt“ gelten lassen: jedoch nicht wie dieser als Ausgangspunkt für das Denken des Seins, sondern als einen Ausgangspunkt, von dem her erst mittels einer Philosophie der symbolischen Formen „das Spezifische des Menschseins“ zu eruieren ist.

 

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Donnerstag,

Dekonstruktion und Rekonstruktion von Wirklichkeit in veränderten Bewusstseinszuständen

Dr. Dr. med. Milan Scheidegger, MA HPK

Die Bewusstseinsforschung mit psychedelischen Substanzen und deren klinisch-experimenteller Einsatz zur Unterstützung psychotherapeutischer Transformationsprozesse erlebt derzeit eine Renaissance. Als epistemologische Werkzeuge bieten Psychedelika interessante Einblicke in die innere Architektur des Bewusstseinsraums.

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Donnerstag,

Das Reale bei Lacan

Dr. med. Christian Kläui, Psychoanalytiker, Basel

Flüchtige Augenblicke, in denen wohlgefügte Vorstellungsketten einreissen; Begegnungen wie ein plötzliches Zusammenprallen; Merken, dass das Hören eines Vortrags für einen Moment nur Stimmenklang war und vom Inhalt nichts geblieben ist; Überrumpeltwerden von der «nackten» Tatsache, Körper zu sein...

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Donnerstag,

Der Gottesgesichtspunkt-ein blinder Fleck der Objektivität

Dr. phil. Eduard Kaeser

Der Absolutismus der Wirklichkeit manifestiert sich unter anderem auch als erkenntnistheoretischer Gesichtspunkt, der sich anmasst, die Welt zu sehen, „wie sie ist“. Traditionell verband man diese Sicht mit einem alles beobachtenden Wesen: Gott. ........

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Donnerstag,

Der Mythos des post-analogen Menschseins

Gegenwärtig wird viel Schindluder mit leeren Begriffshülsen getrieben. Der Vortrag greift insbesondere zwei davon auf: «Digitalisierung» und «Posthumanismus».
Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli, HU Berlin

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Donnerstag,

Hermeneutik jenseits von Mythos und Metaphysik. Konstellationen des Weltverhältnisses

Gegen den «Absolutismus der Wirklichkeit» behauptet sich der Mensch, so Blumenberg, im Medium des Mythos.
Prof. Dr. Emil Angehrn, Basel

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Samstag,

Tagesseminar mit Prof. Dr. Helmut Holzey

Konfrontation mit der Wirklichkeit, philosophisch betrachtet
Tagesseminar /
Lektüre-Seminar
Leitung: Prof. Dr. phil. Helmut Holzhey

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Donnerstag,

"Verzweiflung" als diagnostisches Urteil (Kierkegaard) und als eigene emotionale Erfahrung von Ausweglosigkeit

Dr. phil. Alice Holzhey-Kunz, Zürich

Es liegt nahe, sich philosophisch bei Kierkegaard kundig zu machen, wenn man sich über das Phänomen der Verzweiflung klar werden will. Ich habe nun mit Erstaunen festgestellt, dass Kierkegaard sich nicht für jene Verzweiflung interessiert, die Menschen, welche an dieser Stimmung leiden, von sich selber sagen lässt: „Ich bin verzweifelt“. Für ihn ist die Verzweiflung ein objektiver Befund ganz unabhängig davon, ob sich jemand subjektiv verzweifelt fühlt oder nicht. Die Verzweiflung ist bei K. ein (pathologischer) Seinszustand, in dem sich die meisten Menschen während der meisten Zeit ihres Lebens befinden.

Es wird mir in diesem Vortrag darum gehen, zuerst einmal beide Verwendungsweisen des Wortes „Verzweiflung“ voneinander zu unterscheiden, um dann zu fragen, ob Kierkegaard auch etwas von dem eingefangen hat, was Menschen erfahren, die sich subjektiv verzweifelt fühlen, und wenn ja was.

Ort:
Restaurant Weisser Wind
Weggenstube, Oberdorfstr. 20, 8001 Zürich


Die Vorträge sind für Mitglieder der GAD und des entresol sowie für Studierende gratis.
Nichtmitglieder zahlen Fr. 20.-

Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem entresol durchgeführt.

Donnerstag,

Denken und Zweifeln. Zur Psychopathologie der Hyperreflexivität

Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Fuchs, Heidelberg

Psychische Krankheiten stören oder unterbrechen den unbefangenen Lebensvollzug; sie führen zu übermäßiger Selbstbeobachtung, Selbstbewertung und Rückwendung des Denkens auf die eigene Vergangenheit. Diese Phänomene lassen sich als Hyperreflexivität zusammenfassen. Gleichzeitig äußern sich viele psychische Störungen in einem Verlust vertrauter Gewohnheiten und leiblicher Praktiken, bis hin zu einer Fragmentierung des intentionalen Bogens von Wahrnehmen und Handeln. Statt des intendierten Ganzen treten einzelne Elemente störend in den Vordergrund, was sich als „pathologische Explikation“ bezeichnen lässt.

Hyperreflexivität und Explikation verstärken einander wechselseitig: Das bislang Selbstverständliche wird fragwürdig, das Vertraute fremd, und die aus der Entfremdung resultierende Selbstreflexion trägt noch zusätzlich zur Störung bei. Darin manifestiert sich nicht zuletzt die grundlegende Vulnerabilität, die der psychischen Organisation des Menschen durch sein Reflexionsvermögen zukommt. Dies wird anhand klinischer Beispiele von neurotischen und psychotischen Störungen erläutert.

Ort:
Kulturhaus Helferei
Breitingersaal, Kirchgasse 13, 8001 Zürich

Die Vorträge sind für Mitglieder der GAD und des entresol sowie für Studierende gratis.
Nichtmitglieder zahlen Fr. 20.-

Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem entresol durchgeführt.

Donnerstag,

Zweifel an der Verzweiflung und Verzweiflung über den Zweifel, dargestellt an unserem Verhältnis zu Geschlecht, Sexualität und Gender

Peter Passett, lic. phil., Zürich

Ich werde den Wandel der Begriffe Geschlechtlichkeit, Sexualität und Gender und der auf sie bezogenen sozialen Rollen darstellen und diskutieren. Da die Geschlechts- bzw. Genderzugehörigkeit für viele Menschen problematisch geworden ist, sind diese Zugehörigkeiten das Objekt von Zweifel und nicht selten gerade deswegen auch der Grund für Verzweiflung. Ich werde abschliessend der Frage nachgehen, in wie weit es nicht nur ethisch, moralisch wünschbar ist, sich in die schwierige Situation von Transgenderpersonen einzufühlen, wie das heute im Sinne politischer Korrektheit zu Recht gefordert wird, sondern auch ein Verständnis für Menschen geboten erscheint, welche durch jene relativ plötzlich eingetretene Veränderung der gesellschaftlichen Normen überfordert sind, die darin besteht, dass Geschlechtszugehörigkeit nicht mehr wie ehedem als eine unabänderliche Gegebenheit betrachtet wird, sondern zum Ziel von Wünschen geworden ist, die sich gewisse Menschen erfüllen können und andere nicht. 

Ort:
Restaurant Weisser Wind
Weggenstube, Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich

Die Vorträge sind für Mitglieder der GAD und des entresol sowie für Studierende gratis.
Nichtmitglieder zahlen Fr. 20.-

Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem entresol durchgeführt.

Donnerstag,

Verzweiflung am «Blick des Anderen»

Dr. phil. Daniela Sichel und lic. phil. Doris Lier

 

Luigi Pirandellos Roman «Einer, keiner, hunderttausend» handelt von einem Menschen, der eines Tages die Entdeckung macht, dass die anderen jemanden in ihm sehen, den er selbst nicht sehen kann. Diese Entdeckung ist verstörend. Denn, so der Hauptdarsteller:

«Wie sollte ich diesen Fremden in mir ertragen? Diesen Fremden, der ich selber war? Ohne ihn je zu sehen? Ohne ihn je zu kennen? Wie es ertragen, dauernd dazu verurteilt zu sein, ihn mit mir herumzuschleppen, in mir, im Blickfeld der anderen und ausserhalb des meinen?»

 

Wir stellen den «pirandellesken» Gang der Verzweiflung am «Blick des Anderen» anhand von Textausschnitten und überleitenden Kommentaren vor.

 

Ort: Restaurant Weisser Wind Weggenstube, Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich

Die Vorträge sind für Mitglieder der GAD und des entresol sowie für Studierende gratis. Nichtmitglieder zahlen Fr. 20.–

Die Veranstaltungen werden gemeinsam mit dem entresol durchgeführt

Donnerstag,

Ordentliche Vereinsversammlung der GAD

Am Donnerstag 9. Juni findet um 19.00 Uhr, also vor der Forums-Veranstaltung, welche um 20.00 Uhr beginnt, am selben Ort (Weggenstube des Restaurants Weisser Wind) die alle zwei Jahre durchgeführte ordentliche Vereinsversammlung der Gesellschaft für hermeneutische Anthropologie und Daseinsanalyse GAD statt. Anschliessend Apéro bis 20.00 Uhr, zu dem auch die Forumsteilnehmer herzlich eingeladen sind.

Die Mitglieder der GAD erhalten für die Jahresversammlung noch eine gesonderte Einladung.

Donnerstag,

Gelebte Erfahrung und Philosophischer Zweifel. Hannah Arendt und Stanley Cavell – zwei Gegenspieler?

PD Dr. Donata Schöller, Koblenz, Chicago, Zürich

Was haben Stanley Cavell, der lebenslang im sicheren Ambiente arrivierter Institutionen gern Hollywood- Filme schaut, und Hannah Arendt, die eine «Schiffbrüchige der Zeitgeschichte» war, Flucht, Lagererfahrung und radikale Heimatlosigkeit durchleben musste, miteinander zu tun? Verbindungslinien im Denken dieser beiden unterschiedlichen Persönlichkeiten werden deutlich, wenn man sich darauf einlässt, wie sie den philosophischen Zweifel und die gelebte Erfahrung in Beziehung bringen. Zu Verbündeten werden beide in ihrer lebensweltlich verankerten Skepsis gegenüber einem von der Lebenserfahrung entkoppelten, weltfremden Skeptizismus. Dabei öffnen sie ein Verständnis von Philosophie, das sich gesellschaftspolitischen und lebensnahen Problemstellungen und Fragen verpflichtet weiss und genau deshalb einen Raum individueller Nachdenklichkeit zur Verfügung stellt.

Ort: Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich

Die Vorträge sind für Mitglieder der GAD und des entresol sowie für Studierende gratis. Nichtmitglieder zahlen Fr. 20.–

Die Veranstaltungen werden gemeinsam mit dem entresol durchgeführt

Donnerstag,

Selbst-Sicherheit und Sinnverlust. Philosophischer Zweifel und existentielle Verzweiflung

Selbst-Sicherheit und Sinnverlust. Philosophischer Zweifel und existentielle Verzweiflung

Prof. Dr. Georg Kohler, Zürich

Der philosophische und der alltägliche Zweifel sind genau zu unterscheiden. Das Kriterium ist die Bedingung, die der philosophische Zweifel nicht, der alltägliche hingegen sehr wohl annimmt: dass es so etwas wie die – den Zweifel beseitigende – Wahrheit gibt. Seit Nietzsche und den Einsichten seines «Tollen Menschen» traut sich die aktuelle Philosophie nichts Grösseres mehr zu, als jeweils «gute Gründe» für die «rationale Plausibilität» ihrer Theorien zu liefern. Den spekulativen Entwurf im Sinne Hegels ersetzt sie, wenn es ums Letzte geht, durch ein «anfängliches Fragen», das weder Wissen noch Glauben ist und sein will und gewiss nicht Ausdruck von Verzweiflung. Diese zu verstehen und zu begreifen gehört darum auch nicht zu einem Denken, das sich um die tiefsten Probleme zwischen Wissen und Glauben bemüht, sondern zu einer philosophischen Psychologie, die die Voraussetzungen der spezifisch menschlichen Lebendigkeit und ihres (Selbst)Verständnisses untersucht.

Ort: Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich. Terrassenzimmer

Die Vorräge sind für Mitglieder der GAD und des entresol sowie für Studierende gratis. Nichtmitglieder zahlen Fr. 20.-

Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem entresol durchgeführt.

Samstag,

Skeptisch sein

Prof. Dr.phil. Helmut Holzhey

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Donnerstag,

Vom Umgang mit dem Unlösbaren

Dr.phil. Caroline Krüger

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Donnerstag,

Wenn es ernst wird mit dem Zweifel

Prof. Dr. phil. Helmut Holzhey

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Donnerstag,

Dogma und Skepsis. Heideggers Spiegelungen

Prof. Dr. Peter Trawny, Wuppertal

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Donnerstag,

Die Angst des Analytikers vor der Macht des Analysanden

Ein Gespräch

Expose: Alice Holzhey; Beiträge von Doris, Lier Jung'sche Analytikerin SGAP, und Eva Schmid Gloor, Freud'sche Psychoanalytikerin SGPsa

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Donnerstag,

Zwei Schwestern namens Macht und Lust

Dr. phil. Michael Pfister, Zürich

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Donnerstag,

Macht macht mehr als der Wille will

Dr .med. Christina Schlatter Gentinetta, Zürich

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Donnerstag,

Macht und Ressentiment

Dr. med. Dr. phil. Daniel Strassberg, Zürich

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Donnerstag,

Wille zur Macht und Kritik der Gewalt

Prof. Dr. Astrid Deuber - Mankowsky, Bochum/Berlin

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Donnerstag,

Wille zur Macht oder Wille zum Vertrauen?

Prof. Dr. phil. Wolfgang Rother, Zürich

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Donnerstag,

Macht und Machtmissbrauch in der Psychiatrie

Prof. Dr.med. Dr.phil. Paul Hoff, Zürich

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Samstag,

Tages-Seminar

Nietzsches "Wille zur Macht" zwischen Schopenhauers Willensmetaphysik und Heideggers seinsgeschichtlicher Interpretation als "Wille zum Willen"

Leitung: Prof. Dr. Helmut Holzhey

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Donnerstag,

Macht und Gewalt

Kritische Perspektiven auf zwei sozialphilosophische Grundbegriffe

PD Dr. Katrin Meyer, Basel

Ort: Restaurant Weisser Wind, Weggenstube, Oberdorfstr. 20, 8001 Zürich

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Donnerstag,

Homo Oeconomicus - eine Fiktion, die die Welt beherrscht?

Gemeinsame Veranstaltung der GAD und der Zeitschrift Schweizer Monat mit zwei bekannten Fachleuten.

Kulturhaus Helferei Zürich, Kirchgasse 13, 8001 Zürich, Kapelle.

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Donnerstag,

Jahresversammlung der GAD

Am Donnerstag, 11. Juni 19:00 Uhr findet vor der Forumsveranstaltung(Selbstsorge: Resignativer Rückzug ins "gute Leben" oder letzte List der politischen Vernunft; Dr. phil. Michael Pfister) in der Weggenstube des Restaurants Weisser Wind die Jahresversammlung der GAD statt.

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Samstag,

Wer bin ich? Ich zwischen Verdinglichung und Auflösung

Prof. Dr. Helmut Holzhey

Restaurant Weisser Wind, Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich. Weggenstube im 1. Stock.

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Donnerstag,

Narzissmus und Anerkennung

Versuch einer philosophischen Kritik

Restaurant Weisser Wind, Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich, Weggenstube im 1. Stock

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Donnerstag,

Wer belügt wen? Zur Logik der Selbsttäuschung

Dr. med. Dr. phil. Daniel Strassberg

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Donnerstag,

Jahresversammlung der GAD

Am Donnerstag 5. Juni 19.00 Uhr findet vor der Forums- Veranstaltung ebenfalls in der Weggenstube des Restaurants Weisser Wind die Jahresversammlung der Gesellschaft für hermeneutische Anthropologie und Daseinsanalyse statt, mit anschliessendem Apéro bis 20.00 Uhr, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Die Mitglieder erhalten für die Jahresversammlung eine gesonderte Einladung.

Samstag,

Das Gewissen: die eigene und die fremde Stimme

Tagesseminar
Leitung: Prof. Dr. Helmut Holzhey

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