Existenz im Übergang: Zu einem topologischen Verständnis von Neurose, Depression und Angst
Existenz im Übergang: Zu einem topologischen Verständnis von Neurose, Depression und Angst
Gemeinsames Seminar von GAD und DaS mit Prof. Dr. Marco Casanova, Rio de Janeiro
Marco Casanova eröffnet dieses Samstags-Seminar mit einem Vortrag, in dem er einen neuen Vorschlag macht, wie sich von Heideggers Philosophie her psychopathologische Phänomene verstehen lassen. Ein solches Versprechen macht unweigerlich neugierig und eröffnet das Feld für eine interessante und lebendige Diskussion.
Nach einer ausgiebigen Pause mit Getränk und feinen Häppchen können wir dann die Gelegenheit nutzen, Marco Casanova zur Rezeption von Heideggers Philosophie in Brasilien zu befragen. Was ist in Brasilien attraktiv an Heideggers Denken? Fällt sein Nazi-Engagement überhaupt ins Gewicht? Wird auch die europäische Kritik an Heidegger aufgenommen? – Um die Diskussion zwischen den beiden Kontinenten in Gang zu bringen, möchte ich einleitend anhand von zwei Beispielen zeigen, warum man mit guten Gründen auch an der Redlichkeit von Heideggers Philosophieren zweifeln kann.
Ebenso interessant ist aber auch die Frage, was denn die Daseinsanalyse in Brasilien attraktiv macht. Ist sie noch attraktiver geworden, seit die Schule von Medard Boss, die dort eine lange Tradition hat, durch die existenzial-hermeneutische Daseinsanalyse Konkurrenz bekommen hat? Der Fragen sind viele und gibt uns die Gelegenheit, mit einem überaus lebendigen Gast aus Brasilien ins Gespräch zu kommen.
Anmeldung an: alice.holzhey@bluewin.ch (Bitte um baldmögliche Anmeldung!)
Kosten: Fr. 70.-; Studierende Fr. 20.-, zu bezahlen an der Tageskasse
Zeit: Samstag 13. Januar 2024, 13:00-19:00 Uhr
Ort: Restaurant Weisser Wind, Neuzofingersaal, Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich