Tagesseminar: Was heisst existenzial denken?
Leitung: Dr. phil. Alice Holzhey
In den Fortbildungszirkeln sind wir jeweils darauf fokussiert, anhand einer Fall-Vorstellung jene drei Leitfragen zu stellen, die ein philosophisches (statt bloss psychologisches) Verständnis seelischen Leidens ermöglichen sollen.
Im Tages-Seminar vom 18. April 2026 möchte ich das existenziale Denken als solches zum Thema machen, weil in ihm die besagten drei Leitfragen gründen. Sich die Besonderheit des existenzialen Denkens bewusst zu machen scheint mir deshalb wichtig, weil dieses Denken ein Um-denken verlangt.
Worin dieses Umdenken besteht, lässt sich m. E. am ehesten anhand der folgenden zwei Sätze Heideggers verdeutlichen:
a) «Das Wesen des Daseins liegt in seiner Existenz» (SuZ, S. 42);
b) «Die beiden gleichursprünglichen konstitutiven Weisen, das Da zu sein, sehen wir in der Befindlichkeit und im Verstehen» (SuZ, S. 133).
Beide Sätze beinhalten eine Zumutung und können darum Widerstand wecken.
In diesem Tages-Seminar wollen wir uns auch gegen allfällige eigene innere Widerstände diesen beiden Sätzen zuwenden und so das existenziale Denken üben!
Ort: Daseinsanalytisches Seminar, Sonneggstrasse 82, 8006 Zürich.
Anmeldung: gisela_thoma@bluewin.ch
Teilnehmende bitte das Buch SuZ mitzunehmen!